Objekt des Monats



Puppenteeservice von Karl Valentin …

… bemalt von Otto Pippel, um 1945 – eine kleine Überlieferungsgeschichte

In feinster Detailarbeit drechselte Karl Valentin ein Miniaturteeservice, das er vermutlich seinem Nachbarn in Planegg schenkte, dem Kunstmaler Otto Pippel, einem bekannten süddeutschen Impressionisten, dessen Werke auch in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus zu finden sind. Pippel bemalte das Holzservice und übereignete es dem befreundeten Bankdirektor der Volksbank in Planegg, Karl Bach, als Ausgleich für Schulden.

Karl Bach gab es seinem Sohn Klaus, der es mit nach Kanada nahm, als er dorthin auswanderte, um auf Manitoulin Island ein deutsches Reformhaus zu betreiben. Inzwischen im Ruhestand, fürchtete Klaus Bach, das Kleinod aus Deutschland könnte eines Tages verloren gehen. So vermachte er es, vermittelt von dem langjährigen Freund Walter Schwaiger, dem Valentin-Karlstadt-Musäum. Dieser wiederum arbeitete im Büro Ottl Aicher am legendären Design der Olympischen Spiele 1972 in München mit. Seine Frau Elena erfand den berühmten Olympia-Waldi mit.




„Kunst kommt von können,
nicht wollen …
sonst müsste es ja Wunst heißen“(Karl Valentin)