Valentin Karlstadt Musäum München

 

Das Isartor

Geschichte und Geschichten

21. Juli 2016 – 6. November 2016

Mit dem Bau des Isartors 1337 wurde der zweite Befestigungsring des mittelalterlichen Münchens durch Kaiser Ludwig den Bayern abgeschlossen. Das Isartor wurde zum wichtigsten Zugang der Stadt. Die Zollstation am Isartor, die alle Salztransporte passieren mussten, machte München reich und bedeutend. Im ausgehenden 18. Jahrhundert wurden in München die Befestigungswälle abgerissen, das Isartor verkam zur Ruine und sollte abgerissen werden. Doch König Ludwig I. ließ das Isartor 1835 von Friedrich Gärtner renovieren und neu gestalten. Dadurch bekam es das heutige Aussehen. Mit einem 22 Meter langen Fresko, das den Einzug Kaiser Ludwig des Bayern nach der Schlacht bei Ampfing zeigt, wollte Ludwig I. seinem kaiserlichen Namensvetter ein Denkmal setzten und so sein eigenes Königtum als eine aus der Geschichte gewachsene Herrschaft legitimieren. Dazu betonte er die enge Verbindung der Münchner Bürger mit ihren Wittelsbacher Herrschern. Das Isartor wurde zum Nationaldenkmal. Ab 1911 beherbergte das Isartor den Münchner Künstler-Sänger-Verein, einen der bedeutendsten Künstlervereine der Stadt. 1923 zog die Münchner Volkshochschule ein.  Im Zweiten Weltkrieg wurde es am 3. Oktober 1943 zerstört. Seit 1959 beherbergt es das Valentin-Musäum. 2001 erfolgte die Umbennung in Valentin-Karlstadt-Musäum,  2007/2008 wurden alle Ausstellungen völlig neu gestaltet. Seit seiner Gründung wird das Musäum privat betrieben in einer städtischen Liegenschaft mit einer nun städtischen Sammlung. Die große Mehrheit der BesucherInnen aus Nah und Fern nimmt es jedoch längst als ein Museum der Stadt München war. Mit zahlreichen Sonderausstellungen, Veranstaltungsreihen und Ausstellungen im Innenhof, ist es zentraler Schnittpunkt der Münchner Stadtkultur und Treffpunkt der MünchnerInnen. Das Museum gehört heute zu den besonderen Attraktionen der Stadt.

Hier berichtet die SZ am 6.8.2016
Hier berichtet der MM am 27.07.2016