Zum
125. Geburtstag von Karl Valentin widmet das
Valentin-Karlstadt-Musäum dem Pionier des Deutschen Films eine
Stummfilmnacht vor den Kulissen des Isartors.
Obwohl uns Valentin heute vor allem durch seine Filmklassiker wie der
„Der Firmling“ und „Die Orchesterprobe“ noch 59
Jahre nach seinem Tod gegenwärtig ist, ist kaum bekannt, dass Karl
Valentin zu den Ersten zählte, die in München einen Film
machten. Das belegen auch die Entstehungsdaten seiner ersten Filme: Die
lustigen Vagabunden, 1913 und der neue Schreibtisch, 1914. Bereits
zuvor drehte Karl Valentin den Film „die Hochzeit“.
Dem Umstand, dass Valentin zum Pionier des Deutschen Films werden
wollte und wurde, verdanken wir, dass die Stücke mit der
legendären Bühnenpräsenz von Liesl Karstadt und Karl
Valentin den nachfolgenden Generationen, zumindest in Ansätzen
überliefert sind.
Das Valentin-Karlstadt-Musäum präsentiert die frühen
Stummfilme. Zu sehen sein wird u.a. der vollkommen surreale Film „Mysterien eines Frisiersalons“,
entstanden 1922 unter der Regie von Bert Brecht und Erich Engel, der
von einer Jury aus Fachleuten und Kritikern zu einem der 100
wichtigsten Filme Deutschlands gekürt wurde. Vermutlich im
gleichen Jahr entstand „Karl Valentin und Liesl Karlstadt auf der Oktoberwiese“
mit wunderbaren Originalaufnahmen vom Oktoberfest. Zu allen gezeigten
Stummfilmen wurde eine völlig neue Musik komponiert die zur dieser
Stummfilmnacht uraufgeführt wird.
Als Zugabe präsentieren wir die neu rekonstruierte Multimedia-Inszenierung „Mit dem Fremdenwagen durch München“ von 1929.