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Ab Donnerstag, 24.6.2010
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TOTÒ DER ITALIENISCHE PRINZ DES LACHENS
EINE MULTIMEDIALE SONDERAUSSTELLUNG IM VALENTIN-KARLSTADT-MUSÄUM
Kuratiert von Massimo Fiorito
im Valentin-Karlstadt-Musäum vom 24. Juni 2010 – 17. Oktober 2010
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Die Sonderausstellung widmet sich dem bekanntesten italienischen Komiker
Antonio de Curtis, Künstlername Totò (1898 – 1967), der nicht zuletzt
durch seine zahlreichen Filme zum festen Bestandteil des italienischen
Kollektivgedächtnisses wurde.
Seine künstlerische Laufbahn begann Totò als Bühnenschauspieler, wo
sich schon bald sein komödiantisches Talent zeigte. Als Komödiant zog
er in den 1930er Jahren mit seinem eigenen Ensemble quer durch Italien.
Seine Bühnenkleidung bestand aus einem alten Zylinder, zu weiten Hosen
und darunter hervorschauenden bunten Socken.
Darüber hinaus schrieb er Liedtexte und Drehbücher.
Ab 1937 bis zu seinem Tod 1967 drehte er mehr als 100 Filme. Als
italienisches Medienphänomen ist er im Unterbewusstsein sowohl der
Hochkultur als auch der Kultur des Volkes verankert. 1966 begegnete
Totò Pier Paolo Pasolini und spielte in dessen „Uccellacci e uccellini“
(„große Vögel – kleine Vögel“) eine seiner letzten tragikomischen
Rollen.
Totòs Humor spiegelt italienische Leichtigkeit und Freude am Sein
wider. Nach wie vor ist der Komiker aus Neapel eine Inspirationsquelle
für italienische Künstler und Kreative.
Massimo Fiorito hat 29 zeitgenössische italienische Künstler zu Totò
befragt. Ihre künstlerischen Antworten werden nun im Valentin-Karlstadt-Musäum gezeigt.
Karl Valentin und Totò - zwei Künstler aus dem Süden, der eine kommt
aus dem Süden Italiens, der andere aus dem Süden Deutschlands, was aus
italienischer Sicht freilich im Norden liegt, für die Deutschen
wiederum der Norden des Südens ist.
München/Monaco die nördlichste Stadt Italiens oder die südlichste
Deutschlands -alles eine Frage des Standpunkts und der Perspektive oder
der Weltanschauung. Beide Städte verfügen über eine eigene Mundart,
einen eigenen Dialekt, eine eigene Sprache des Südens, deren sich die
beiden Komiker bedienen, welche die Städte Napoli/Neapel,
München/Monaco hervorgebracht haben.
Beide sind zu einzigartigen Repräsentanten ihrer Stadt geworden. Ist
Totò für die Neapolitaner wie das Lachen von Pulcinella oder der
Geschmack der Pizza, so gehört Valentin zu München wie der Föhn, den
man hier immer spürt, auch wenn er nicht da ist. Die Sonderausstellung
bildet den Auftakt einer deutsch – italienischen Begegnung. Im nächsten
Jahr soll eine künstlerische Fortsetzung Karl Valentins in Neapel
präsentiert werden.
Begleitet wird die Ausstellung von einem Themenabend im italienischen
Kulturinstitut in München am 23.6.2010 und von einer Filmretrospektive
zu Totò im Münchner Filmmuseum vom 17.9 bis 17.10.2010.
Zur Ausstellung erscheint ein zweisprachiger Katalog (Italienisch/Deutsch).
Teilnehmende Künstler:
Irene Bacchi, Renato Begnoni, Cecilia Bianchini, Mauro
Boschini,Marcella Brancaforte, Michele Cavaliere, Debora di Leo,
Giorgio Bramante Donini, Licio Esposito, Ettore Festa,Fiorito &
Fluturel, Ezio Flammia, Gianfranco Gentile, Massimo Giacon, Adriano
Laruccia, Stefano Libertini,Giovanna Magri, Beppe Mora, Bettina Moras,
Daniela Moretto, Roberto Perini, Andrea Petrone, Caterina Plenzick,
Pier Maria Leandro Romani, Barbara Ruzziconi, Leonardo Sonnoli, Sergio
Staino, Sebastiano Tramontana.
Massimo Fiorito
1962 in Verona geboren und Narcisa Fluturel 1963 in Bocsca (Rumänien)
geboren, arbeiten seit 2005 als kreatives Künstlerpaar zusammen. Sie
setzen ihre eigenen Ideen um und kuratieren zeitgenössische
Ausstellungen in München. Mit dem multimedialen Projekt „Plasticity“
und ihrem Fotoprojekt „Family Portraits“ haben sie eine eigene
unverwechselbare Sprache geschaffen, die von Kunstsammlern sehr
geschätzt wird.
Seit 1986 arbeitet Massimo als professioneller Fotograf. Seine Fotos
und Kunstvideos wurden in verschiedenen Einzel- und Sammelausstellungen
in Verona, Paris und München ausgestellt.
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