wurde als Ferdinand Weisheitinger am 28.06.1883 in Altötting als lediger Sohn einer Kellnerin geboren. Er wuchs bei seiner Großmutter auf. Kurze Zeit besuchte er die Salzburger Domsingschule. Dann kam er in die Schriftsetzerlehre nach Altötting. Danach zog er zu Verwandten nach München und machte Bekanntschaft mit der Gilde der Volkssänger.
1907 erhielt er sein erstes Engagement ins Platzl. Das blieb ihm bis zum Lebensende künstlerische Heimat. Von 1921-1944 leitete er die Bühne. Seine Tätigkeit als Leiter des "Platzl im Felde" während des 1. Weltkriegs machte ihn in ganz Deutschland bekannt. Sein Humor war immer geradeheraus, seine Kunst war die der Andeutungen. Jeder verstand, ohne daß etwas gesagt worden wäre.
Anekdote: Weiß Ferdl trieb während der Nazizeit einmal drei Schweine auf die Bühne. Er kommentierte: "Die kleine da ist das Kind Mann, die mittlere ist die Frau Mann, und wegen dieser fetten Sau hab ich 8 Tage sitzen müssen". Jedermann wußte, was gemeint war ...
Wegen einer Herzerkrankung mußte der Weiß Ferdl 1943 seine Arbeit beenden. Er starb am 19.06.1949.
Beispiel
D´Sanitäter. Am Beispiel eines Schneidermeisters, der die Trage der Sanitäter neu beziehen soll, schildert Weiß Ferdl, wie durch Vorurteile die tollsten Gerüchte entstehen.