| Stimmen zu Karl Valentin |
| |
Timm Klein, Paul Morgan, Max Halbe, Alfred Kerr und Roda Roda waren sich einig: "Ein königlich-bayerisches Sommergespenst" war dieser Karl Valentin, ein "Freudenfest des Auges und Ohres". Roda Roda forderte: "Gebt ihm den Nobelpreis der Komik, des Humors." |
 |
 |
 |
Heinrich Mann: "Derbste Volkstümlichkeit verband er mit merkwürdig geisternder Phantasie." |
| |
Hermann Hesse: "Seine asthmatische `Nichtsängerstimme` ist die erregendste Stimme, die tief beeindruckt und übergangslos von Blödsinntext wie `Morgenrot, Morgenrot` an den Abgrund tiefster menschlicher Trauer führt." |
 |
| |
Alfred Polgar: "Ein Gespenst, das doch ein Münchner war. Er ist ein Phänomen und spottet der Analyse." |
| |
Wilhelm Hausenstein: "Ein Künstler von säkulärer Bedeutung. Er bedient sich bewußt eines weiß-blauen Stumpfsinns und ist nur versehentlich in die Seelenverfassung eines Hamlet geraten." |
| |
Seine Mitbürger zeit seines Lebens: "Spinneter Teifi" |
| |
Samuel Beckett: "Ich habe Karl Valentin 1937 tatsächlich in einem Café-Theater am Stadtrand gesehen und viel und voll Trauer gelacht." |
| |
Ernst Hoferichter: "Seine Gedanken und Gefühle waren in stetem Alarmzustand: Die Welt der Tatsachen war im steten Streit mit seinem Innern. Er erlebte das Spiel und spielte das Leben." |
| |
Professor Niessen: "Der größte schöpferische Komiker" |
| |
Paul Morgan: "Dieser gespenstische Clown mit seinem sophistischen Unsinn ist ein Erlebnis. Er steckt alle Grocks und Fratellinis der ganzen Welt in die Tasche." |
| |
Alfred Kerr: "Woraus besteht er? Aus drei Dingen. Aus Körperspaß. Aus geistigem Spaß. Und aus gewollter Geistlosigkeit. Sein Mittel: Die Ruhe, die Unbeirrbarkeit." |
| |
 |
Timm Klein: "Karl Valentins Komik umschließt das Geheimnis allen tieferen Humors, daß wir nämlich über uns selber lachen, indem wir uns einbilden, über ihn zu lachen." |
| |
Kurt Tucholsky: "Auf einen großen Komiker namens Valentin. Du stolperst auf den langen Beinen - da stehst du nun, Karl Valentin ... Da fragt man sich, ja gibt es dich? Wir werden wohl vor Lachen weinen - Grüß Gott! Willkommen in Berlin!" |
| |
Bert Brecht: "Bei Valentin kann man lernen, wie man ein Drama baut." |
| |
Seine Tochter Bertl: "Ein scheuer Mensch." |
| |
Valentin selbst: "Des is wia bei jeda Wissenschaft, am Schluß stellt sich dann heraus, daß alles ganz anders war." |
| |