Objekt des Monats
Valentins Kasperl aus Kindertagen, im Hintergrund in der Rolle als Zirkusdirektor Brummer im Film „Die verkaufte Braut“ von Max Ophüls, 1932, 1891 im Fasching.


Valentins Kasperl aus Kindertagen

Im Kasperltheater sammelte Valentin erste Theatererfahrungen. Erste Berührung mit der Bühne fand Karl Valentin im Kasperltheater auf der Auer Dult. Der Jahr- und Tändlermarkt fand seit 1796 zweimal, ab 1905 dreimal im Jahr auf dem Mariahilfplatz, also in unmittelbarer Nähe von Valentins Zuhause, statt. Mehr noch als das Zuschauen begeisterte Valentin das eigene Kasperlspiel. Dem Nähkorb der Mutter entwendete er Stoffreste, um daraus Kasperlpuppen zu fertigen. An allen Ecken der Au ließ er die Figuren im selbst gebastelten Theater gegen Eintritt auftreten. Die „Hans Kasperln“ beeindruckten Valentin neben den Jongleuren und den Akrobaten auch im Zirkus am meisten. Im Fasching 1891 verkleidete sich Karl Valentin selbst als Clown. Später spielt er den Zirkusdirektor in Max Ophüls Film  „Die verkaufte Braut“.
„Als Kind hab i mit an Kasperl gspuit – heut spui i an Kasperl. Das ist ein gewaltiger Unterschied!“





„Kunst kommt von können,
nicht wollen …
sonst müsste es ja Wunst heißen“(Karl Valentin)